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Darf ich medizinische Daten/Patientendaten per E-Mail versenden?

Ja, Sie dürfen medizinische Daten oder Patientendaten per E-Mail versenden, aber nicht ohne Weiteres: Unter der DSGVO sind Gesundheitsdaten besondere personenbezogene Daten, für die strengere Anforderungen gelten. Unverschlüsselte E-Mail ist dafür in der Regel nicht geeignet. Kurz gesagt läuft es auf drei Dinge hinaus: sicher versenden, wissen, dass Sie den richtigen Empfänger haben, und sicherstellen, dass Sie eine gültige Rechtsgrundlage oder Einwilligung haben. Nachfolgend erklären wir das in einfacher Sprache.

Vom Mailflux-Team Veröffentlicht am , aktualisiert am

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Warum diese Frage heikel ist

Medizinische Daten sagen etwas über die Gesundheit einer Person aus, und das ist genau die Art von Information, die Sie unter keinen Umständen durchsickern lassen möchten. Die DSGVO zählt Gesundheitsdaten daher zu den besonderen personenbezogenen Daten, mit zusätzlichem Schutz. Eine normale E-Mail, die unverschlüsselt über das Internet reist, bietet diesen zusätzlichen Schutz nicht von selbst.

Das bedeutet nicht, dass E-Mail verboten ist. Es bedeutet, dass Sie Maßnahmen ergreifen müssen, die zur Sensibilität der Information passen. Die Frage ist also nicht so sehr "darf man das?", sondern "wie mache ich es verantwortungsvoll?".

Wichtig zu wissen: Ein Fehler ist schnell gemacht. Eine falsch eingetragene Adresse, ein Anhang, der bei der falschen Person landet, oder eine unverschlüsselte Verbindung können bereits eine Datenschutzverletzung darstellen. Genau deshalb lohnt es sich, vorab ein paar feste Gewohnheiten und die richtige technische Basis einzurichten, damit Sie nicht jedes Mal aufs Neue nachdenken müssen, ob alles in Ordnung ist.

Was die DSGVO und die Berufsregeln verlangen

Die Hauptregel: Ergreifen Sie angemessene technische und organisatorische Maßnahmen, abgestimmt auf das Risiko. Für Gesundheitsdaten liegt die Messlatte hoch. In der Praxis läuft es meist auf diese Punkte hinaus.

  • Sicher versenden. Sorgen Sie dafür, dass die Nachricht unterwegs mit verschlüsselten Verbindungen geschützt ist, und erwägen Sie zusätzlichen Schutz für die sensibelsten Inhalte. Wie das funktioniert, lesen Sie bei Forced TLS und verschlüsselte Verbindungen.
  • Der richtige Empfänger. Prüfen Sie die E-Mail-Adresse sorgfältig. Ein Tippfehler, der Daten bei der falschen Person zustellt, ist eine Datenschutzverletzung.
  • Rechtsgrundlage oder Einwilligung. Sorgen Sie dafür, dass Sie einen gültigen Grund haben, die Daten zu teilen, und informieren Sie den Patienten, wo es sich gehört.
  • So wenig wie möglich. Versenden Sie nur, was wirklich nötig ist, nicht mehr.

Wie diese Regeln genau umgesetzt werden, unterscheidet sich je nach Beruf. In Belgien orientieren Sie sich am Standeskodex Ihrer Berufskammer und an der belgischen Datenschutzbehörde (GBA). Die Richtung ist für alle gleich, die Details nicht.

Dieser Artikel ist informativ und keine Rechtsberatung. Sind Sie bei einer konkreten Situation unsicher, ziehen Sie einen Spezialisten oder Ihre Berufsorganisation zurate. Zur breiteren Frage außerhalb des Gesundheitswesens lesen Sie darf ich personenbezogene Daten per E-Mail versenden unter der DSGVO?.

Wie versenden Sie medizinische Daten verantwortungsvoll per E-Mail?

Praktisch gesehen hilft dieser Ablaufplan, das Risiko klein zu halten:

  1. Beschränken Sie den Inhalt. Setzen Sie nicht mehr in die Nachricht oder den Anhang, als für den Empfänger strikt nötig ist.
  2. Prüfen Sie den Empfänger. Kontrollieren Sie die Adresse und bestätigen Sie im Zweifel über einen anderen Kanal, gerade bei neuen Kontakten.
  3. Verwenden Sie eine sichere Verbindung. Sorgen Sie dafür, dass Sie Mail über verschlüsselte Verbindungen (TLS) versenden und empfangen.
  4. Sichern Sie den Zugang. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung an Ihrem Postfach, damit ein gestohlenes Passwort nicht genügt, um hineinzukommen.
  5. Folgen Sie den Kanälen Ihres Fachs. Für den eigentlichen Austausch von Akten gelten oft spezifische, vorgeschriebene Systeme. Nutzen Sie diese, wo sie verpflichtend sind.

Was das für Ihre E-Mail-Wahl bedeutet

Die DSGVO verlangt keine bestimmte Marke, aber sehr wohl eine zuverlässige, gut gesicherte Basis. Konkret möchten Sie E-Mail, die in Europa gehostet und DSGVO-konform ist, mit verschlüsselten Verbindungen, starker Zugangssicherheit und Filterung, die gefälschte Nachrichten abfängt.

Mailflux liefert genau so eine Basis: professionelle Postfächer auf Ihrer eigenen Domain, gehostet in Europa und DSGVO-konform. Verbindungen laufen verschlüsselt über TLS, Sie aktivieren pro Postfach optional 2FA, und jeder Tarif enthält Antivirus, Antispam, Antimalware und automatische Backups. Die ML-gesteuerte Filterung hilft gegen Phishing, das sich als bekannter Absender ausgibt: genau die Art von Mail, die zu einem falschen Klick und einer Datenschutzverletzung führt.

Ehrlich bleiben: Mailflux ist kein separat zertifiziertes System für medizinischen Nachrichtenverkehr und bietet keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Es ist EU-gehostete, DSGVO-konforme professionelle E-Mail, die ein starkes, sicheres Fundament bildet. Für den Austausch medizinischer Akten folgen Sie zusätzlich den Kanälen, die Ihre Berufsorganisation vorschreibt. Mehr zum Branchenkontext lesen Sie bei E-Mail für das Gesundheitswesen, und welche Berufe hiermit weiter zu tun haben, sehen Sie bei für wen Mailflux ist.

Kurz zusammengefasst

Medizinische Daten per E-Mail versenden ist erlaubt, sofern Sie es sicher tun, den richtigen Empfänger prüfen und eine gültige Rechtsgrundlage haben. Unverschlüsselte E-Mail reicht dafür nicht; ein EU-gehostetes, DSGVO-konformes Postfach mit verschlüsselten Verbindungen und 2FA ist eine vernünftige Basis. Für die genauen Regeln in Ihrer Situation: Ziehen Sie Ihre Berufsorganisation oder einen Spezialisten zurate.

Möchten Sie diese Basis sofort richtig aufsetzen? Fragen Sie unverbindlich Ihr Postfach an: wir helfen Ihnen gern weiter.

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