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Phishing erkennen: was es ist und wie Sie es aufspüren

Phishing ist eine Fake-Nachricht, die sich als vertrauenswürdiger Absender ausgibt (Ihre Bank, ein Lieferant, ein Kollege), um Ihnen Ihr Passwort, Geld oder Daten zu entlocken. Sie erkennen Phishing meist an einer Handvoll Signalen zusammen: einem Absender, der nicht ganz stimmt, einem Link, der woanders hingeht, als er verspricht, unerwartetem Druck, schnell zu handeln, und einer Anfrage, die Sie nicht erwartet hatten. Nachfolgend lesen Sie, was Phishing genau ist, wie Sie es in Ruhe erkennen lernen und was Sie tun, wenn Sie zweifeln.

Vom Mailflux-Team Veröffentlicht am

Was ist Phishing?

Phishing (ausgesprochen wie "fishing") ist eine Form des Betrugs über E-Mail, SMS oder Chat. Der Absender "angelt" nach etwas von Ihnen: einem Login-Passwort, einer Zahlung, Ihren Bankdaten oder Zugang zu Ihren Systemen. Die Nachricht gibt sich als von einer Partei stammend aus, der Sie vertrauen, sodass Sie ohne Nachdenken klicken oder reagieren.

Die meisten Phishing-Angriffe sind Massenarbeit: Dieselbe Fake-Nachricht geht gleichzeitig an Tausende Menschen, in der Hoffnung, dass ein Teil darauf hereinfällt. Es gibt auch gezieltes Phishing (manchmal "Spear Phishing" genannt), bei dem ein Angreifer eine Nachricht auf Sie oder Ihr Unternehmen zuschneidet: mit Ihrem echten Namen oder dem eines Kollegen darin. Das ist schwerer zu erkennen, denn es wirkt persönlich.

Phishing erkennen: die Signale

Selten verrät eine einzelne Sache eine Fake-Mail; es ist die Summe, die die Alarmglocke läuten lässt. Gehen Sie diese Signale durch:

  • Der Absender stimmt nicht ganz. Der angezeigte Name kann echt wirken, aber die E-Mail-Adresse dahinter weicht ab: eine seltsame Domain, zusätzliche Zeichen oder ein knapp falsch geschriebener Firmenname. Klicken Sie auf den Absendernamen, um die vollständige Adresse zu sehen.
  • Der Link geht woandershin. Bewegen Sie Ihre Maus über einen Link (ohne zu klicken) und schauen Sie, wohin er wirklich zeigt. Weicht das vom Text ab oder ist es eine seltsame Webadresse, seien Sie auf der Hut.
  • Es wird Eile gemacht. "Ihr Konto wird innerhalb von 24 Stunden gesperrt", "zahlen Sie jetzt oder es folgt eine Strafe". Druck und Drohung sollen Sie schnell und ohne Nachdenken handeln lassen.
  • Die Anfrage ist unerwartet. Eine Rechnung, die Sie nicht erwartet haben, ein Passwort-Reset, den Sie nicht angefordert haben, ein Chef, der plötzlich per Mail um eine Eilzahlung bittet. Unerwartet ist ein Grund, doppelt zu prüfen.
  • Der Inhalt fühlt sich "nicht ganz richtig" an. Seltsame Anrede ("Sehr geehrter Kunde" ohne Ihren Namen), holprige Sprache, Rechtschreibfehler oder ein Logo, das knapp daneben liegt.
  • Es wird nach sensiblen Informationen gefragt. Eine echte Bank oder ein echter Dienst fragt nie per Mail nach Ihrem vollständigen Passwort oder Ihrer PIN.

Ausführlichere Beispiele für Phishing-Mails helfen Ihnen, das Muster noch schneller zu erkennen.

Wie Phishing funktioniert

Ein Phishing-Angriff verläuft meist in drei Schritten. Zuerst der Köder: eine glaubwürdige Nachricht, die einen vertrauten Absender nachahmt. Dann der Haken: ein Link zu einer Fake-Website, die genauso aussieht wie der echte Login-Bildschirm, oder ein Anhang, der Malware enthält. Schließlich die Beute: Geben Sie Ihre Daten auf der Fake-Seite ein, gehen sie direkt an den Angreifer.

Um vertrauenswürdig zu wirken, missbrauchen Betrüger oft den Namen eines echten Unternehmens. Sie können auch den Absendernamen fälschen, sodass eine Mail von jemandem zu kommen scheint, den Sie kennen: das heißt Spoofing. Wie Sie verhindern, dass jemand im Namen Ihrer Domain mailt, lesen Sie in Spoofing verhindern.

Was in den letzten Jahren auffällt, ist, wie gepflegt Phishing aussehen kann. Wo eine Fake-Mail früher voller Rechtschreibfehler war, wirken sie heute oft professionell, mit korrekten Logos und flüssiger Sprache. Verlassen Sie sich daher nicht blind auf "es sieht echt aus". Es geht um die Summe der Signale und um Ihren gesunden Menschenverstand: Erwarte ich diese Nachricht, stimmt der Absender, und werde ich unter Druck gesetzt? Diese Fragen schützen Sie besser als das Aussehen einer Mail.

Worauf Sie achten müssen

Neben dem Erkennen zählen Ihre Gewohnheiten. Ein paar Faustregeln, die Ihnen viel Ärger ersparen:

  • Nicht klicken, sondern selbst hingehen. Vertrauen Sie einer Nachricht Ihrer Bank oder eines Dienstes nicht? Dann gehen Sie nicht über den Link, sondern tippen Sie die Adresse selbst in Ihren Browser oder nutzen Sie die offizielle App.
  • Prüfen Sie über einen anderen Kanal. Bittet ein Kollege oder Lieferant per Mail um eine Eilzahlung oder eine geänderte Kontonummer? Rufen Sie kurz an. Ein Telefonat verhindert den meisten Schaden.
  • Öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge. Schon gar keine Zip-Dateien oder Dokumente, die Sie "aktivieren müssen". Zweifeln Sie, öffnen Sie sie nicht.
  • Geben Sie nie Login-Daten nach einem Link aus einer Mail ein. Auch nicht Ihren 2FA-Code. Ein echter Dienst zwingt Sie dazu nicht per Mail.
  • Sind Sie doch darauf hereingefallen? Ändern Sie sofort das betroffene Passwort (und überall, wo Sie dasselbe Passwort verwendet haben), aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und melden Sie es Ihrem IT-Verantwortlichen oder der betroffenen Stelle. Schnelles Handeln begrenzt den Schaden.

Und bei Mailflux

Sie müssen Phishing nicht allein aufhalten. Bei Mailflux ist ML-gesteuerte Filterung gegen Spam, Phishing und Malware standardmäßig in jedem Tarif enthalten: Viele Fake-Nachrichten werden bereits abgefangen, bevor sie Ihren Posteingang erreichen. Das System lernt dazu, wächst also mit neuen Tricks mit.

Darüber hinaus enthält jeder Tarif Antivirus und Antimalware; bei Pro und Premium erhalten Sie Premium-Antimalware für eine besonders starke Schicht gegen schädliche Anhänge. Und weil Sie auf Ihrer eigenen Domain mailen, können Sie mit technischen Vereinbarungen (SPF, DKIM, DMARC) helfen zu verhindern, dass Betrüger Ihren Namen missbrauchen. Mehr dazu in E-Mail auf Ihrer eigenen Domain. Ein Filter fängt viel ab: Ihre Aufmerksamkeit erledigt den Rest.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Phishing und Spam?

Spam ist unerwünschte Werbung oder Massenmail: lästig, aber meist nicht direkt schädlich. Phishing ist gezielter Betrug, der Ihre Daten, Ihr Geld oder Ihren Zugang stehlen will. Ein Spamfilter fängt beide ab, aber Phishing ist gefährlicher, weil es Sie bewusst zu einer Handlung verleiten will.

Ich habe auf einen Phishing-Link geklickt. Was jetzt?

Keine Panik, aber handeln Sie schnell. Haben Sie noch nichts eingegeben, ist meist wenig passiert, schließen Sie die Seite. Haben Sie doch Daten eingegeben, ändern Sie sofort dieses Passwort (und überall, wo Sie es wiederverwendet haben), aktivieren Sie 2FA und warnen Sie Ihren IT-Verantwortlichen oder den betroffenen Dienst.

Kann ein Spamfilter alles Phishing aufhalten?

Nein, kein Filter fängt alles. Ein guter, ML-gesteuerter Filter hält den Löwenanteil ab, aber gezieltes oder neues Phishing rutscht manchmal durch. Deshalb bleibt Ihre eigene Aufmerksamkeit unverzichtbar: Prüfen Sie Absender und Links und seien Sie kritisch bei unerwarteten oder dringenden Anfragen.