Was ist SMTP und wie funktioniert ausgehende E-Mail?
Was ist SMTP genau?
SMTP ist die Sprache, die Mailserver untereinander sprechen, um Nachrichten weiterzugeben. Vergleichen Sie es mit der Post: Sie geben Ihren Brief beim Postamt ab (dem ausgehenden Server), und dieses Amt sorgt dafür, dass er an der richtigen Adresse landet, notfalls über andere Ämter unterwegs. SMTP ist das vereinbarte „Protokoll“, mit dem diese Übergabe sauber und zuverlässig verläuft.
Wichtig: SMTP ist nur für das Versenden und Weitergeben von Mail da. Um Nachrichten in Ihrem Postfach zu lesen, verwenden Sie ein anderes Protokoll: IMAP oder POP. Mehr über diesen Unterschied lesen Sie in dem Unterschied zwischen IMAP und POP. Zusammen bilden Abholen (IMAP/POP) und Versenden (SMTP) den kompletten Verkehr Ihres Postfachs.
Warum SMTP zählt
Für Sie als Nutzer dreht es sich um eines: dass Ihre Mail auch wirklich beim Empfänger ankommt. SMTP ist das Bindeglied, das das regelt, und unterwegs kann allerlei geschehen, von dem Sie normalerweise nichts merken: bis es schiefgeht.
- Ihre Nachrichten müssen weg können. Stimmt Ihre Einstellung für den ausgehenden Server oder Port nicht, bleibt Ihre Mail im „Postausgang“ hängen. Das ist eine der häufigsten Ursachen, wenn das Versenden nicht klappt.
- Sie müssen sich beweisen können. Modernes SMTP verlangt eine Anmeldung (Authentifizierung), sodass nicht einfach jeder in Ihrem Namen mailen kann. Das schützt Ihre Reputation als Absender.
- Ihre Mail muss vertrauenswürdig wirken. Empfangende Server prüfen, ob eine Nachricht auch wirklich von Ihrer Domain kommen darf. SMTP arbeitet dafür mit Domaineinstellungen wie SPF, DKIM und DMARC zusammen.
Kurz: SMTP ist der unsichtbare Motor unter jeder versendeten Mail. Ist er gut eingestellt, merken Sie nichts davon, und das ist genau die Absicht.
Wie funktioniert SMTP Schritt für Schritt?
Angenommen, Sie senden eine Nachricht an kunde@beispiel.de. Unter der Haube geschieht dies:
- Sie liefern Ihre Nachricht ab. Ihr Mailprogramm oder Ihre Webmail stellt über SMTP eine Verbindung zum ausgehenden Mailserver Ihres Anbieters her und meldet sich mit Ihren Daten an.
- Der Server nimmt sie an. Nach einer erfolgreichen Anmeldung nimmt der ausgehende Server Ihre Nachricht entgegen: genau wie das Postamt Ihren Brief annimmt.
- Der Server sucht das Ziel. Der ausgehende Server schaut, auf welchem Mailserver die Mail von
beispiel.deeingeht, und stellt seinerseits über SMTP eine Verbindung damit her. - Die Übergabe geschieht. Die zwei Server tauschen die Nachricht aus. Der empfangende Server legt sie in das Postfach des Empfängers.
- Der Empfänger liest sie. Das geschieht nicht mehr mit SMTP, sondern mit IMAP oder POP, wenn der Empfänger sein Postfach öffnet.
Der ganze Vorgang dauert meist Sekunden. Klappt ein Schritt nicht (der Empfänger existiert nicht, der Server ist nicht erreichbar) bekommen Sie eine Fehlermeldung zurück in Ihren Posteingang.
Worauf Sie achten müssen
Beim Einrichten eines Mailprogramms begegnet Ihnen SMTP als „ausgehender Server“. Achten Sie vor allem auf diese Punkte:
- Der richtige Port. SMTP verwendet feste Ports. Für gesichertes Versenden ist Port 587 (mit STARTTLS) heute die gängige Wahl; Port 465 wird ebenfalls für verschlüsselte Verbindungen genutzt. Port 25 ist für den Verkehr zwischen Servern untereinander und wird für gewöhnliche Nutzer oft blockiert.
- Immer verschlüsselt. Aktivieren Sie SSL/TLS, sodass Ihre Anmeldedaten und Ihre Nachricht nicht lesbar über das Netz gehen.
- Anmelden mit Ihrer vollständigen Adresse. Verwenden Sie Ihre vollständige E-Mail-Adresse als Benutzernamen, nicht nur den Teil vor dem @.
- Versandlimits bestehen. Anbieter begrenzen, wie viel Sie in kurzer Zeit versenden dürfen, um Missbrauch entgegenzuwirken. Für normalen Gebrauch merken Sie nichts davon; wer eine große Mailing machen möchte, nutzt dafür besser einen separaten Dienst.
Die genauen Adressen, Ports und Einstellungen für Ihr Konto finden Sie in den SMTP-Einstellungen für ausgehende E-Mail. Und möchten Sie einfach die Bedeutung schnell nachschlagen, steht die in dem Begriff SMTP.
Und bei Mailflux
Bei Mailflux müssen Sie sich über SMTP meist keine Sorgen machen. Nutzen Sie die Webmail auf webmail.mailflux.eu, ist das Versenden sofort geregelt: Sie müssen nichts einstellen und klicken einfach auf senden. Möchten Sie lieber ein Mailprogramm auf Ihrem Computer oder Telefon, funktioniert jedes gängige Programm mit unserer POP-, IMAP- und SMTP-Unterstützung; Sie geben einmal die Servereinstellungen ein und fertig.
Ihre E-Mail läuft auf Ihrer eigenen Domain, gehostet in Europa und DSGVO-konform, mit Antivirus, Antispam und Antimalware in jeder Formel. So geht Ihre ausgehende Mail gesichert und zuverlässig hinaus. Mehr über das Mailen mit Ihrem eigenen Namen hinter dem @ lesen Sie in E-Mail auf Ihrer eigenen Domain.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SMTP und IMAP?
SMTP versendet Ihre ausgehende E-Mail; IMAP holt Ihre eingehende E-Mail ab und synchronisiert sie mit Ihren Geräten. Sie brauchen beide: SMTP zum Mailen, IMAP (oder POP) zum Lesen. Sie arbeiten in jedem Mailprogramm zusammen.
Welchen SMTP-Port muss ich verwenden?
Für gesichertes Versenden verwenden Sie Port 587 mit STARTTLS, oder Port 465 für eine verschlüsselte Verbindung. Port 25 ist für den Verkehr zwischen Servern gedacht und wird für gewöhnliche Nutzer oft blockiert. Aktivieren Sie immer SSL/TLS.
Warum bleibt meine Mail im Postausgang stehen?
Meist stimmt die ausgehende SMTP-Einstellung nicht: ein falscher Server, Port oder eine fehlende Anmeldung. Prüfen Sie den ausgehenden Server, den Port und ob die Verschlüsselung aktiviert ist. In der Webmail spielt das keine Rolle, denn dort ist das Versenden bereits für Sie geregelt.
Brauche ich SMTP, wenn ich nur Webmail nutze?
Nicht als etwas, das Sie selbst einstellen. In der Webmail ist das Versenden bereits für Sie geregelt; Sie klicken einfach auf senden. SMTP-Einstellungen kommen erst ins Spiel, wenn Sie ein Mailprogramm auf Ihrem Computer oder Telefon koppeln. Dann geben Sie den ausgehenden Server und den Port einmal ein.