Wird meine E-Mail gescannt? Scannen und Werbung erklärt
Wird meine E-Mail gescannt?
In den meisten Fällen wird Ihre E-Mail auf die eine oder andere Weise von Maschinen verarbeitet, aber nicht immer aus demselben Grund. Es gibt grob zwei Arten.
Die erste ist das Inhaltsscannen zu kommerziellen Zwecken: Software liest mit, um herauszufinden, wofür Sie sich interessieren, und nutzt das für Werbung oder Profile. Das ist das Modell hinter vielen kostenlosen Diensten, bei denen Sie mit Ihren Daten zahlen statt mit Geld.
Die zweite ist die Filterung für Ihre Sicherheit: Systeme prüfen Nachrichten auf Spam, Phishing und Malware, sodass Müll Ihr Postfach nicht erreicht. Hier ist der Inhalt nicht das Produkt, sondern die Gefahr, die draußen gehalten werden muss. Beide heißen technisch „Scannen“, aber der Unterschied in der Absicht ist groß.
Warum es zählt
Für wen mit vertraulichen Informationen arbeitet, ist das keine abstrakte Diskussion. Ein Arzt, Anwalt oder Buchhalter versendet täglich Daten, die nicht dazu verwendet werden sollten, jemandem ein Profil anzumessen. Wird der Inhalt Ihrer Nachrichten für Werbung durchforstet, kollidiert das mit der Sorgfalt, die Ihre Kunden von Ihnen erwarten.
Auch als Privatperson spüren Sie den Unterschied. „Niemand liest mit“ klingt selbstverständlich, aber bei einem Dienst, der an Ihrer Aufmerksamkeit verdient, ist es das nicht. Ihre Korrespondenz, Ihre Termine, die Themen, die Sie ansprechen: Das sind allesamt Signale, die kommerziell etwas wert sind.
Es geht noch tiefer. Wer Ihre E-Mail liest, hängt damit zusammen, wo Ihre E-Mail steht und unter welche Regeln sie fällt. Bei einem Anbieter außerhalb Europas ist oft unklar, was genau mit Ihrem Inhalt geschieht. Zweifeln Sie darüber, hilft Ihnen wo steht meine E-Mail weiter.
Wie es funktioniert
Stellen Sie sich zwei Torwächter am Eingang Ihres Postfachs vor. Der eine notiert, worum es in Ihren Nachrichten geht, um Ihnen später Werbung zu zeigen. Der andere schaut nur, ob kein Einbrecher oder gefälschter Brief dabei ist, und wirft den weg. Beide tun etwas mit Ihrer Post, aber mit gegensätzlicher Absicht.
Die Filterung für die Sicherheit arbeitet heute oft mit intelligenter, selbstlernender Software (ML-Filterung). Die erkennt Muster, die typisch für Spam, Phishing und Malware sind, auch bei neuen Varianten. Der Inhalt wird dabei verarbeitet, um Gefahr zu erkennen, nicht um Ihr Verhalten zu kartieren. Diese Unterscheidung ist genau das, worum es geht: Verarbeiten für die Sicherheit ist etwas anderes als Mitlesen für Werbung.
Das kommerzielle Inhaltsscannen geht in die andere Richtung. Dort ist das Ziel gerade, Bedeutung aus Ihren Nachrichten zu ziehen: Themen, Interessen, Kaufsignale. Diese Informationen landen dann in Profilen, die für Werbetreibende Geld wert sind.
Wie erkennen Sie nun, in welche Richtung ein Dienst geht? Schauen Sie auf das Geschäftsmodell. Zahlen Sie den Dienst mit Geld, muss der Anbieter nicht an Ihrem Inhalt verdienen. Ist der Dienst kostenlos und sehen Sie Werbung, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Ihre Daten Teil des Produkts sind. Die Datenschutzrichtlinie sagt oft mehr als das Marketing: Suchen Sie darin, was mit dem Inhalt Ihrer Nachrichten geschieht und ob er für Werbung oder Profile verwendet wird.
Worauf Sie achten müssen
Ein paar Punkte und häufige Missverständnisse:
- „Kostenlos ist doch bestens.“ Kostenlose Dienste verdienen irgendwo. Läuft dieses Modell auf Werbung, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr Inhalt zum Bauen von Profilen genutzt wird. Für privat mag sich das unangenehm anfühlen; für Arbeit mit Kundendaten ist es schwer zu rechtfertigen.
- „Filterung bedeutet, dass jemand mitliest.“ Nicht unbedingt. Antispam- und Antimalware-Filterung läuft automatisiert und hat als einziges Ziel, Sie zu schützen. Es verwechselt sich leicht mit kommerziellem Scannen, aber es ist nicht dasselbe.
- „Ich habe nichts zu verbergen.“ Es geht nicht nur um Sie. In Ihrer Mail stehen auch Daten anderer: Kunden, Patienten, Mitglieder. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Informationen nicht einfach ausgebeutet werden.
- Den Datenstandort vergessen. Was mit Ihrem Inhalt geschehen darf, hängt mit dem geltenden Recht zusammen. Europäisches Hosting unter der DSGVO gibt Ihnen hier mehr Halt.
Und bei Mailflux
Bei Mailflux ist Ihr Inhalt nicht das Geschäftsmodell. Es gibt keine Werbung und Ihre Nachrichten werden nicht gescannt, um Profile zu bauen oder Werbung abzustimmen. Wohl aber gibt es eine Filterung, die Sie schützt: Antivirus, Antispam und Antimalware, mit intelligenter, selbstlernender (ML-gesteuerter) Erkennung von Spam, Phishing und Malware. Diese Filterung verarbeitet Nachrichten, um Gefahr abzuwehren, nicht um Sie zu verfolgen.
Alles läuft auf europäischem, DSGVO-konformem Hosting, auf Ihrer eigenen Domain. Sie mailen über die Webmail auf jedem Gerät oder über Ihr eigenes Mailprogramm (POP/IMAP/SMTP), mit automatischen Back-ups und optional Zwei-Faktor-Authentifizierung. So behalten Sie selbst die Kontrolle über Ihre Korrespondenz. Mehr über diesen Blickwinkel lesen Sie in datenschutzfreundliche geschäftliche E-Mail.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Wird meine E-Mail bei einem kostenlosen Dienst immer für Werbung gescannt?
Nicht immer, aber bei Diensten mit einem Werbemodell ist es real, dass Ihr Inhalt für Profile oder Werbung verarbeitet wird. Lesen Sie die Bedingungen oder wählen Sie einen Anbieter, den Sie für den Dienst selbst bezahlen statt für Ihre Aufmerksamkeit.
Bedeutet ein Spamfilter, dass jemand meine E-Mail liest?
Nein. Ein Spamfilter ist automatisierte Software, die Nachrichten auf Gefahr prüft und verdächtige Mail abfängt. Es sitzt keine Person dahinter, die Ihre Korrespondenz durchliest, und das Ziel ist Sicherheit, nicht der Aufbau eines Profils.
Woher weiß ich, ob bei meiner E-Mail mitgelesen wird?
Schauen Sie auf das Geschäftsmodell und den Datenstandort. Ein kostenloser Dienst mit Werbung verdient oft an Ihren Daten; ein bezahlter Dienst mit europäischem Hosting läuft über Ihr Abonnement. Die Datenschutzrichtlinie sagt, ob Inhalt für Werbung verwendet wird. Siehe auch wo steht meine E-Mail.